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Sicherheitshinweise für Ethanolkamine

Sicherheit beim Ethanolkamin | Kaminlicht

Ratgeber · Ethanolkamin

Sicherheit beim Ethanolkamin

Was Sie vor dem ersten Anzünden wissen sollten. Regeln, Risiken, Normen und der Unterschied zwischen manuellen und automatischen Brennern.

April 2026 Lesedauer: ca. 5 Minuten Norm: DIN EN 16647
Offenes Feuer, bewusste Nutzung: Bei sachgemäßem Betrieb und geprüften Produkten sind Ethanolkamine sicher.
Norm DIN EN 16647: Die maßgebliche EU-Sicherheitsnorm regelt Standsicherheit, Materialien, Zuendvorrichtungen und Mindest-Raumgröße.
Größtes Risiko: Nachfüllen eines warmen oder brennenden Kamins. Immer vollständig abgekühltem Brenner warten.
Nur reines Bioethanol (mind. 96 %): Kein Spiritus oder andere Brennstoffe verwenden.
Automatische Brenner deutlich sicherer: Mehrere unabhängige Sensoren (CO2, Neigung, Hitze) überwachen den Betrieb und schalten automatisch ab.
Regelmäßig lueften: Echtes Feuer verbraucht Sauerstoff, Frischluftzufuhr ist Pflicht.
KI-generierte Zusammenfassung  ·  Stand April 2026

Grundsätzliches zur Sicherheit

Ethanolkamine erfreuen sich großer Beliebtheit, und das zu Recht. Trotz aller Ästethik und einfachen Handhabung handelt es sich um ein Gerät mit offenem Feuer, das eine bewusste und verantwortungsvolle Nutzung erfordert. Richtig angewendet und aus zertifizierter Qualitätsproduktion sind Ethanolkamine sicher im Betrieb.

DIN EN 16647 – Die maßgebliche Sicherheitsnorm
Europäische Norm für Ethanolkamine
Die DIN EN 16647 regelt Anforderungen an Standsicherheit, Materialqualität, Zuendvorrichtungen sowie Sicherheits- und Bedienhinweise und schreibt die Angabe der Mindest-Raumgröße vor. Beim Kauf sollten Sie auf Produkte von bewaahrten Marken setzen, die diese Norm erfuellen.
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Risiken und wie sie entstehen

Das größte Risiko beim Ethanolkamin ist die unsachgemäße Handhabung des Brennstoffs. Bioethanol ist bei Temperaturen über 21 Grad Celsius bereits leicht entzündlich und kann in Verbindung mit Luft ein explosives Gemisch bilden, besonders wenn noch Reste im Brenner sind und dieser nachgefüllt wird. Auch das Überfüllen des Brenners, das Nachfüllen im heißen Zustand oder das Kippen eines in Betrieb befindlichen Kamins können zu Unfällen führen.

Wichtigste Regel: Ethanol niemals in einen brennenden oder noch warmen Brenner nachfüllen. Der Brenner muss vollständig abgekühlt sein, bevor er wieder befüllt wird. Dieser Punkt verursacht den Großteil aller Unfälle mit Ethanolkaminen.
!Nachfüllen in heißem Zustand !Überfüllen des Brenners !Kippen beim Betrieb !Falscher Brennstoff !Keine Beaufsichtigung !Ungenügend Lüftung
 

Sicherheitsregeln für den manuellen Betrieb

Bei manuellen Ethanolkaminen liegt die Verantwortung vollständig beim Nutzer. Folgende Regeln sollten dabei stets beachtet werden:

1
Nur in abgekühltem Brenner nachfüllen
Ethanol ausschließlich in einem gelöschten Brenner einfüllen. Niemals in einen brennenden oder noch warmen Kamin nachfüllen.
2
Ausschließlich reines Bioethanol verwenden
Nur speziell für Ethanolkamine geeignetes, hochreines Bioethanol (mind. 96 %) verwenden. Kein Spiritus oder andere Brennstoffe.
3
Niemals unbeaufsichtigt brennen lassen
Den Kamin niemals unbeaufsichtigt brennen lassen, besonders nicht in Anwesenheit von Kindern oder Haustieren.
4
Sicherheitsabstände einhalten
Sicherheitsabstände zu brennbaren Materialien (Vorhänge, Möbel, Regale) einhalten. Empfohlen werden mindestens 75 cm seitlich und 150 cm nach oben.
5
Löschmittel bereithalten
Löschdecke oder kleinen Feuerlöcher in greifbarer Nähe aufbewahren. Wasser ist zum Löschen eines Ethanolkamins ungeeignet.
6
Regelmäßig lüften
Für ausreichende Belüftung sorgen. Regelmäßiges Lüften während des Betriebs wird empfohlen. Den Kamin niemals in einem geschlossenen Raum ohne regelmäßige Frischluftzufuhr betreiben.
Raumgröße als Faustregel: Ca. 10 m² Raumfläche pro 1 kW Brennerleistung bei normaler Deckenhöhe. Diese Angabe ist der Mindest-Raumgröße aus den Herstelleranleitungen zu entnehmen, die nach DIN EN 16647 vorgeschrieben ist.
 

Sicherheit bei automatischen Brennern

Automatische Brenner mit BEV-Technologie (wie die Planika-Modelle) bieten ein deutlich höheres Sicherheitsniveau. Durch die technische Trennung von Flamme und Brennstoff entfällt das Risiko, dass flüssiges Ethanol in Kontakt mit der offenen Flamme kommt.

Manueller Brenner
Günstig in der Anschaffung
Einfache Handhabung
! Verantwortung vollständig beim Nutzer
! Manuelle Befüllung und Zündung erforderlich
! Keine integrierte Sicherheitssensorik
Automatischer Brenner
Technische Trennung von Flamme und Brennstoff
Mehrere unabhängige Sicherheitssensoren
Fernbedienung oder App-Steuerung
Ideal für Familien und Dauerbetrieb
! Höhere Anschaffungskosten

Mehrere unabhängige Sicherheitssensoren überwachen den Betrieb kontinuierlich:

CO²-Sensor
Erkennt zu hohe Kohlendioxid-Konzentrationen im Raum und schaltet den Brenner automatisch ab.
Neigungssensor
Stoppt den Brenner sofort bei einem Sturz oder Kippen des Kamins.
Kraftstoffverschüttungssensor
Reagiert, wenn Brennstoff austritt, und unterbricht den Betrieb automatisch.
Wärmesensoren
Überwachen die Brenntemperatur und halten sie im sicheren Bereich.
Empfehlung für Familien: Diese Sensorik macht automatische Brenner deutlich sicherer als manuelle Varianten, vor allem in Haushalten mit Kindern, Senioren oder beim Betrieb über längere Zeitraeume ohne direkte Aufsicht. Auch automatische Modelle erfordern jedoch die Einhaltung der Sicherheitshinweise des Herstellers.
Automatische Ethanolkamine mit Sicherheitssensorik: Alle Planika-Modelle ansehen Zu Planika →

„Der größte Unterschied zwischen manuell und automatisch liegt nicht im Komfort, sondern in der Sicherheitsarchitektur. Ein automatischer Brenner mit BEV-Technologie ist technisch so konzipiert, dass die häufigsten Risikosituationen schlicht nicht mehr eintreten können. Für Familien oder häufigen Betrieb ist das kein Luxus, sondern schlicht die richtige Wahl.“

Adrian, Produktspezialist bei Kaminlicht
 

Häufige Fragen zur Sicherheit

In bestimmter Hinsicht ja: Es gibt keinen Funkenflug, keinen Ruß und keine Feinstaubemissionen. Das größte Risiko beim Ethanolkamin liegt in der falschen Handhabung des Brennstoffs. Bei sachgemäßer Nutzung und einem geprüften Produkt ist der Betrieb sicher. Automatische Modelle bieten durch ihre integrierte Sensorik ein besonders hohes Sicherheitsniveau.

Lassen Sie den Brennstoff kontrolliert abbrennen, falls das sicher möglich ist. Steht eine Löschdecke zur Verfügung, kann damit die Sauerstoffzufuhr unterbrochen werden. Wasser ist zum Löschen ungeeignet. Im Zweifelsfall die Feuerwehr unter 112 rufen.

Von einem Betrieb in Schlafzimmern oder Kinderzimmern wird abgeraten. Ethanolkamine sollten nur in Anwesenheit von aufmerksamen Erwachsenen betrieben werden und müssen vor dem Verlassen des Raumes vollständig gelöscht sein.

Bioethanol sollte in geschlossenen Originalverpackungen, kühl, trocken und fern von Zündquellen gelagert werden. Die Lagerung in der Nähe des betriebenen Kamins ist verboten. In Deutschland gelten für die Lagerung entzündlicher Flüssigkeiten besondere Vorschriften. Für den Heimbereich sind bis zu 20 Liter in geeigneten Behältnissen erlaubt.

Das hängt vom jeweiligen Versicherungsvertrag ab. Generell sind Schäden durch Feuer in der Hausrat- und Wohngebäudeversicherung abgedeckt, sofern der Kamin sachgemäß betrieben wird. Achten Sie darauf, Ihren Versicherer über den Besitz eines Ethanolkamins zu informieren.

Automatische Brenner sind technisch sicherer, das bedeutet jedoch nicht, dass man völlig sorglos damit umgehen kann. Auch bei automatischen Modellen gelten Mindestabstände zu brennbaren Materialien, ausreichende Raumgröße und regelmäßige Wartung als Pflicht. Die Bedienungsanleitung des Herstellers sollte stets gelesen und befolgt werden.

 

Fragen zur Sicherheit Ihres Modells?

Unser Kundenservice berät Sie persönlich zu Brennertyp, Sicherheitsausstattung und allen Einbaufragen, per Telefon, Chat oder in unserem Showroom.

Zur Beratung

Stand: April 2026. Sicherheitshinweise nach Herstellerangaben und Empfehlungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Norm: DIN EN 16647. Alle Angaben sind Richtwerte, prüfen Sie stets die Bedienungsanleitung des jeweiligen Modells.

 

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